Thomas Friedlaender

Zinken, Trompeten, Hörner, Schlagwerk, Perkussion: musikalisch bin ich mit mehreren Instrumenten unterwegs – wie ein Stadtpfeifer in früheren Zeiten. Studiert habe ich in Dresden, Basel, Leipzig und Bremen; spätestens aller 10 Jahre kam ein neues Instrument zu den bisherigen hinzu – es ist des Lernens kein Ende!

In Konzerten und Aufführungen wechsle ich oft die Instrumente: insbesondere von der Trompete zum Horn in Bachs h-moll-Messe oder vom Horn zur Trompete, u.a. in Bachs Weihnachtsoratorium – ich liebe es in Aufführungen von Bachs Werken mitzuwirken, in denen meine Instrumente Corno da tirarsiBarockhornBarocktrompete oder der Zink zum Einsatz kommen!

Während Performances, in reinen Improvisations-Konzerten oder Ausstellungseröffnungen geht es gerne auch noch etwas rustikaler zu. Dann gibt es auf der einen Seite eine orientalische Trommel oder ein Nebelhorn und im Kontrast dazu gedämpfte Klänge eines Stillen Zinken, eines Hirtenhorns oder einer Doppeltrichtertrompete.

Das Repertoire der Kammermusik-Programme, die ich mit einem Pool befreundeter Kolleginnen und Kollegen entwickelt habe, reicht vom spätmittelalterlichen Pilgerliedern, Renaissance-Klängen, norddeutscher Instrumentalmusik, italienischen Canzonen des Frühbarock bis hin zu Trompeten-Sonaten des 18. Jahrhunderts sowie verschiedenen Konzertformaten, die mit historischen Orgeln präsentiert werden. Und es gibt ein Solo-Programm mit Pilgerliedern, Gemeidegesängen und Instrumentalmusik des deutschen Sprachraumes um 1500.

Ich lade Sie herzlich ein: stöbern Sie hier auf meiner neuen Internetpräsentation, schauen Sie meine aktuellen Programme und Instrumente an oder spüren Sie den ca. 300 Programmen nach, die ich während der von mir ins Leben gerufenen spartenübergreifenden Veranstaltungsreihen OFFENES PALAIS, PENDELVEHKEHR, LOSCHWITZER ELFENBEIN, PRIESSNITZSTRASSE und DRESDNER TOTENTANZ präsentierte. 

Viel Freude, auf Wiederhören, Ihr Thomas Friedlaender.

Kontakt per Telefon: +49 163 68 33 204 – oder per Email: musik(äd) thomas-friedlaender.de

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VITA KURZFASSUNG

Thomas Friedlaender ist freischaffend tätig, studierte in Basel, Dresden, Bremen und Leipzig und spielt als Kammermusiker europaweit u.a. an historischen Orgeln und in eigenen Ensembles vielfältige Programme. Er ist gefragt bei Kantaten- und Oratorienaufführungen und hat sich außerdem ein breites Ausdrucksspektrum auch im Bereich der zeitgenössischen bzw. frei improvisierten Musik erarbeitet.

VITA MITTELLANG

Thomas Friedlaender ist freischaffend tätig. Er studierte Trompete und Zink in Dresden, Leipzig, Basel und Bremen und belegte u.a. Kurse für Jazz, elektronische Musik, Improvisation, Musiktheorie und Perkussion. Zuletzt vor allem in der Welt des Barockhorns unterwegs, hat er sich hier noch einmal auf die Leipziger Kantaten Johann Sebastian Bachs spezialisiert und spielt darinnen das seltene „Corno da tirarsi“.

Europaweite Konzerte, Festivalteilnahmen und Aufnahmen mit renommierten Ensembles und Dirigenten im Bereich der Alten Musik, mit vielfältigen eigenen Kammermusikprogrammen – zudem in zeitgenössisch-improvisierten Formaten sowie mit orientalischer Musik – zeugen von einem breiten Arbeitsspektrum.  25 Jahre lang organisierte und leitete er verschiedene spartenübergreifende Kunstprojekte, u.a. „Dresdner Totentanz“ und die monatliche Konzertreihe „Offenes Palais – Musik und Kunst im Grossen Garten“.

VITA LANGFASSUNG

Thomas Friedlaender arbeitet seit vielen Jahren als freischaffender Musiker. Zu seinen Instrumenten zählen – neben dem Corno da tirarsi und der Tromba da tirarsi – der Zink, die Naturtrompete, das Barockhorn sowie Schlagwerk und Perkussion. Er wechselt in Konzerten als einer der wenigen professionell tätigen Musiker zwischen diesen Instrumenten. An den Musikhochschulen in Dresden, Leipzig, in Bremen sowie an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz studierte er moderne Orchestertrompete, Naturtrompete, Zink, Improvisation, historisches Schlagwerk und orientalische Perkussion, besuchte Kurse u.a. für Jazz, Musiktheorie, Gesang, freie Improvisation und elektronische Musik.

In den letzten Jahren gilt sein besonderes Interesse den Werken Johann Sebastian Bachs und den dazu gehörenden Rekonstruktionen des Corno da tirarsi, zu dessen wenigen professionellen Spielern er zählt. Europaweit spielt er im Rahmen von Aufführungen und Aufnahmen von Opern- , Kantaten- und Oratorienprojekten, Kammer- und Improvisationskonzerten, Ausstellungseröffnungen, Performances und spartenübergreifenden Veranstaltungsformen. So wirkte er u.a. als Zinkspieler bei den preisgekrönten Aufnahmen des Gesamtwerkes von Heinrich Schütz unter Hans-Christoph Rademann, des Gesamtwerkes von Johann Kuhnau unter Gregor Meyer. 

Als Hornist ist er seit 2021 regelmäßig bei der Einspielung des Vokalwerkes von Johann Sebastian Bach durch die J.S.Bachstiftung St. Gallen beteiligt. Bei Konzerten und Aufnahmen spielt er mit renommierten Ensembles und Solisten u.a. Gaechinger Cantorey, Collegium Vocale Gent, den Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart, dem Dresdner Kammerchor, Musica Fiata Köln, Tölzer Knabenchor, lautten compagney BERLIN, Les Amis de Philippe, Leipziger Barockorchester, Telemannisches Collegium Michaelstein, Dresdner Kreuzchor, Das Neue Orchester, Batzdorfer Hofkapelle, Thomanerchor Leipzig, La Banda, Collegium 1704, L’arpa Festante München, camerata lipsiensis, Capella Augustina oder dem Ensemble Weser-Renaissance Bremen unter der Leitung von Rudolf Lutz, Philippe Herreweghe, Ton Koopmann, Ludger Rémy †, Hans-Christoph Rademann, Wolfgang Katzschner, Gregor Meyer, Christoph Siebert, Andreas Spering u.a.

Bei Opernproduktionen wirkte er u.a. in der Semperoper Dresden, am Brandenburgischen Staatstheater Cottbus, am Staatstheater Augsburg und der Warszawska Opera Kameralna.

Mit einem wachsenden Stamm von befreundeten Kolleginnen und Kollegen hat er bisher über 50 eigene Kammermusikprojekte entwickelt. Über fünfundzwanzig Jahre hinweg verband ihn dabei u.a. eine enge musikalische Zusammenarbeit mit der „Grand Dame“ der mittelalterlichen Musik, Maria Jonas †. Mehrfach im Jahr gibt Thomas Friedlaender Duo-Konzerte als Zinkspieler, kombiniert mit Perkussionsinstrumenten, gemeinsam mit Organisten an historischen Orgeln. Bisher spielte er Konzerte mit wertvollen Orgeln der Renaissance und des Barock vor allem in Sachsen und Thüringen (für Kenner sein u.a. Schmalkalden, Bettenhausen, Bedheim, Schloß Burgk/S., Pomßen, Rötha, Waltershausen, Gräfenroda, Freiberg, Pfaffroda, Crostau oder Langhennersdorf genannt) in Norddeutschland (Schloss Gottorf, Tangermünde, Stralsund) aber auch in umliegenden Ländern, z.B. in Olkusz (Polen), Slaný, Veselí nad Moravou (Tschechische Republik), Hermannstadt/Sibiu (Rumänien) oder in Arezzo, Brescia und Venedig (Italien). Seine musikalische Vielseitigkeit drückt sich auch in ungezählten Konzerten, Performances und Ausstellungseröffnungen usw. auf dem Gebiet der improvisierten Musik aus – u.a. spielt er im Solo oder in diversen Kooperationen reine Improvisationskonzerte und nutzt dabei ein umfangreiches Instrumentarium.

Kunstgeschichtliche Begeisterung und Lust am Kulturmanagement führten in den vergangenen Jahren zur Organisation von ca. 300 Veranstaltungen und mehreren interdisziplinären Kunstprojekten. Prägend dafür war und ist die Freundschaft und der Austausch mit Marius Winzeler, einem schweizerisch-deutschen Kunstgeschichtsexperten und Museumsleiter, mit dem er die die spartenübergreifende monatliche Veranstaltungsreihe „Offenes Palais – Musik und Kunst im Großen Garten“ in Sachsens ältestem und frühestens bedeutendem Barockbau, dem Palais Großer Garten in Dresden ins Leben rief. 22 Jahre leitete und organisierte er daraufhin das ehrenamtliche Gemeinschaftswerk eines ganzen Teams mit am Ende 236 Veranstaltungstagen und ca. 24.000 Besucherinnen und Besuchern. Dass Dresden bereits im Zeitalter der Renaissance von aufstrebender Bedeutung war vermittelte er mehrfach interdisziplinär mit dem Kunstprojekt DRESDNER TOTENTANZ. Zuletzt organisierte er das urbane Kunstprojekt PRIEßNITZSTRASSE.

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Im Einsatz mit einer türkischen Davul (einer großen, mit zwei unterschiedlichen Fellen bespannten türkischen Rahmentrommel) während einer Ausstellungseröffnung in den Städtischen Bibliothek Dresden (Kulturpalast).

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Turmmusik mit Zug-Trompete von St. Johannis zu Zittau.

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Corno da tirarsi – mein Rekonstruktionsversuch eines seltenen Blechbasinstrumentes, welches nur in Bachs Leipziger Kantaten erscheint.

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MAX FRIEDLAENDER

Max Friedlaender (1852 – 1934) war Sänger und einer der bedeutendsten Musikwisenschaftler
seiner Zeit. Max gehört zu meinen Vorfahren – sein Bruder Emil Friedlaender war mein Urgroßvater.

Max Friedlaender, Foto um 1925.
©UB der HU zu Berlin, Porträtsammlung Max Friedlaender (Fotograf Sweet Studios Minneapolis)

Max trat vor allem als bedeutender Schubertforscher in Erscheinung, entdeckte wertvolle Schubert-Autographe und besuchte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Personen, die Franz Schubert noch gekannt hatten und von denen er Informationen für seine Schubert-Biographie erhielt. „Das deutsche Lied im 18. Jahrhundert.“ erschein 1902 und ist seines seiner wichtigsten Werke.

Seinen Bechstein-Flügel, einen Schubert-Autograph und eine Postkarte von Johannes Brahms (Brahms schrieb 1883 an Max F. um sich bei ihm für eine zugesendete Publikation zu bedanken – siehe Foto unten) vererbte er meinem Großvater Carl-Albert. Der Flügel, sowie ein an andere Verwandte vererbter Schubert-Autograph (!) ging in den Kriegswirren im Januar 1945 verloren.

„Haben sie herzlichen Dank daß sie mich in so freundlicher Weise an den hübschen Früchten ihres Sammler-Fleißes mitgenießen lassen!
Mit freundlichen Gruß
Ihr ergebener J. Brahms.“

Thomas Friedlaender

Musiker

 http://learn.wordpress.com/

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